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Video-Predigt zu Pfingsten

HIer finden Sie die Video-Predigt zu Pfingsten bei YouTube.

Wandertipp: Odenwälder Mundartweg

“Guure eehr Leit” schallert es aus der Babbelbox am Parkplatz des Odenwälder Höhendorfes Neunkirchen, wenn man auf die Taste “1” der Anlage drückt. Kein Geringener als der amtierende Bürgermeister des Modautals begrüßt die Wanderer, die sich aufmachen, den neu konzipierten Odenwälder Mundartweg zu begehen, angereichert mit einem umfangreichen akustischen Begleitprogramm. So haben die südhessischen Mundartfreunde gemeinsam mit dem Odenwaldklub eine geniale Idee verwirklicht. Man nehme einen qualitativ hochwertigen Wanderweg, wie den Modautauler Ufernweg, bestücke diesen mit sieben (Hör)Stationen und tauche ein in die wunderbar wanderbare Welt der heimischen Sprachkultur. Mit einer leicht angerauhten Stimme informiert zunächst der Bürgermeister, dass man den “Babbelpad” (hochdeutsch Sprechpfad) genießen soll und daß man keine Berührungsängste vor dem heimischen Volk haben muß. “Bei uns lääwe en haufe padende Leit un meer häwwe wenisch Ooakloore”, so die klare Botschaft des Verwaltungschefs. Ein weiteres Highlight dieser Station ist zudem der Beitrag des leutseligen Pfarrers, der seine prägnante Neunkirchner Kirche in einer unkonventionellen Art und Weise vorstellt.

Alle weiteren Informationen mit vielen tollen Bildern finden Sie unter dem folgenden Link: https://powerwalkers.de/odenwaelder-mundartweg/

Erste Video-Predigt von Pfarrer Arnd

Aus dem Kirchenvorstand

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Am Sonntag, den 27. September 2020, um 10 Uhr findet der offizielle Gottesdienst zur Entpflichtung von Pfarrer Ottmar Arnd in  den wohlverdienten Ruhestand statt.

Daher wird es so langsam aber sicher ernst für uns als Kirchenvorstand, uns auf die letzten Monate der Dienstzeit von Pfarrer Arnd – sie endet am 30. September 2020 – und den anschließenden Wechsel auf eine neue Pfarrperson einzustellen. Dazu gehören bestimmte Abläufe und Regularien. In einer ersten Sitzung am 6. Februar fand das sogenannte Bilanzierungsgespräch statt, bei dem Pröpstin Karin Held als Vertreterin der Kirchenleitung und Dekan Joachim Meyer von unserem Dekanat Vorderer Odenwald mit dem Kirchenvorstand zusammensaßen.

Im ersten Teil des Abends ging es um einen komprimierten Rückblick auf die 36 Jahre Amtszeit aus der Sicht der KirchenvorsteherInnen und von Ottmar Arnd. Im nächsten Abschnitt zwischen Pröpstin, Dekan und Kirchenvorstand wurde der Entwurf einer von uns vorgelegten Ausschreibung im Einzelnen besprochen, um eine endgültige Fassung zu finden, die im April 2020 im Amtsblatt der EKHN veröffentlicht wird.

Unsere Pfarrstelle wird nach Modus C besetzt. Dazu erklärte uns Pröpstin Held die drei möglichen Modi der Ausschreibungen. Es gibt Modus A, Modus B und Modus C, welche im Wechsel angewendet werden. Für uns bedeutet das, dass die Kirchenleitung die Stelle besetzt. Bei Modus A und B besetzt der Kirchenvorstand die Stelle. Das heißt für uns, dass alle eventuell eingehenden Bewerbungen zuerst an die Pröpstin gehen. Sie wird umgehend Dekan Meyer und mich als 2. Vorsitzende über einen Bewerbungseingang informieren. Der/Die BewerberIn kommt dann zu einem informativen Besuch in die Kirchengemeinde. Wenn nach diesem ersten Besuch von beiden Seiten weiterhin Interesse besteht, schlägt die Pröpstin den/die auch aus ihrer Sicht geeignete/n BewerberIn der Kirchenleitung vor. Der Kirchenvorstand bekommt dann die Möglichkeit, sich bei einer Anhörung ein Bild von dem/der BewerberIin zu machen, und kann diese/n auch ablehnen.

Etwa ab Mitte Juni 2020 wissen wir dann, ob sich jemand beworben hat. Andernfalls erscheint eine nochmalige Ausschreibung im August 2020. Also: es wird spannend!

Falls keine Bewerbung erfolgt und eine Vakanzzeit auf uns zukommt, wird seitens des Dekanats eine Pfarrperson als Vakanzvertretung eingesetzt, so dass – auch mit Unterstützung der Prädikanten – alle Gottesdienste und Amtshandlungen stattfinden können, z.B. Taufen, Trauungen, Beerdigungen, Erntedankfest, Ewigkeitssonntag, Weihnachten usw. Wir als Kirchenvorstand werden uns sehr um das Gemeindeleben und den Zusammenhalt bemühen und sind dabei auch auf Ihrer aller Unterstützung und Wohlwollen angewiesen. Unsere Zeit und Kraft sind auch begrenzt.

Neben den bisher genannten Aufgaben in der nächsten Zeit muss auch die Kirchenvorstandswahl für den 13. Juni 2021 vorbereitet werden. Dazu werden ab sofort auch gerne Bewerbungen entgegen genommen. Das besondere Jubiläum 2022 – 800 Jahre Cosmas- und Damianskirche – will auch schon bedacht sein.

Dorothea Hartmann

Zum Dank eine Skulptur in Neunkirchen

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2020 geht Pfarrer Ottmar Arnd in den Ruhestand. Doch schon jetzt hat er ein Kunstwerk aufstellen lassen. Mit einer klaren Botschaft.

Bei seinen Gemeindemitgliedern ist Pfarrer Ottmar Arnd durchaus dafür bekannt, dass er gerne auch mal unkonventionelle Wege beschreitet. So auch mit seinem aktuellen Vorhaben. Denn der Pfarrer aus Neunkirchen dreht den Spieß um.

Im kommenden Jahr wird er seinen Beruf, der zugleich für ihn Berufung war, aufgeben und am 27. September in den Ruhestand gehen. Nach 36 Jahren in der evangelischen Kirchengemeinde von Neunkirchen. „Meist wird bei der Verabschiedung eines Pfarrers aufgezählt, was die Gemeinde ihm alles zu verdanken hat“, sagt Ottmar Arnd. Und weiter: „Umgekehrt will ich mich aber bei meiner Gemeinde bedanken, dass sie mir in all diesen Jahren zur Heimat geworden ist.“

Daher wird das Kunstwerk schon ein Jahr vor seiner Verabschiedung aufgestellt. Als Ort wurde eine Stelle direkt an der Nordseite des Gotteshauses ausgewählt. Tritt man durch das Tor und geht Richtung Haupteingang, liegt sie auf der rechten Seite. Zu sehen ist eine Skulptur, die etwa zwei Meter misst und rund 1,70 Meter breit ist. Das verwendete Material ist Edelstahl. „Mit der Zeit wird die Skulptur Patina erhalten“, sagt Ottmar Arnd.

Bearbeitet ist der Edelstahl zu einem Kreuz, das als Umrandung dient für die Gestalt des Christus. Neben dem Kunstwerk ist eine Gedenktafel angebracht, auf der die Botschaft steht: „Durch ihn die Welt sehen.“ Der Pfarrer erläutert: „Das ist die Botschaft, die davon ausgeht. Durch Jesus Christus kann man die Welt, die Menschen, die Natur betrachten.“

Das Motiv ist extra so gewählt und soll als Pendant gelten zur Darstellung des Jesus, der im Innern der Kirche zu sehen ist: martialisch mit Wunden und herabtropfendem Blut. Draußen vor der Kirche dagegen ist der auferstandene Christus zu sehen.

Kurzfristig gab es noch Überraschendes wegen des Transports. Denn eigentlich war vereinbart worden, dass der Bildhauer und Künstler Helmut Droll die von ihm erschaffene Skulptur aus Euerdorf bei Bad Kissingen selbst liefert, er das Fundament gießt und das Kunstwerk installiert. Doch erlitt er einen Herzinfarkt. Daher musste der Pfarrer nun selbst ran und fuhr mit seiner Frau Ingrid die knapp 200 Kilometer zum Abholort. Beim Installieren vor Ort halfen spontan mehrere Modautaler Firmen.

Von Matthias Voigt, Lokalredakteur Darmstadt-Dieburg

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